Grafschafter Nachrichten
Mittwoch, 13. November 2019

13 Schüler haben sich bei den Generationen-Werkstätten für ein handwerkliches Projekt im Bauunternehmen Anton Meyer GmbH & Co. KG, bei der Rohr- und Metallbau Busch GmbH oder im Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen Kronemeyer GmbH entschieden.

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13 Schüler konnten sich bei den neuen Generationenwerkstatt-Projekten für eine handwerkliche Tätigkeit im Bauunternehmen Anton Meyer GmbH & Co. KG, bei der Rohr- und Metallbau Busch GmbH oder im Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen Kronemeyer GmbH entscheiden. Bei der Auftaktveranstaltung in der Halle des Bauunternehmens Anton Meyer in Neuenhaus lernten die Schüler ihre Betreuer kennen. Foto: privat

 

Neuenhaus Das Angebot für die Schüler war groß. Gleich mit drei Generationen-Werkstätten startete die Wilhelm-Staehle-Schule in Neuenhaus nach den Herbstferien. 13 Schüler konnten sich für eine handwerkliche Projektarbeit im Bauunternehmen Anton Meyer GmbH & Co. KG, bei der Rohr- und Metallbau Busch GmbH oder im Unternehmen für Sanitär, Heizung und Fliesen Kronemeyer GmbH entscheiden. Bei der Auftaktveranstaltung in der Halle des Bauunternehmens Anton Meyer in Neuenhaus lernten die Schüler ihre Betreuer und die Projektarbeit kennen. In den kommenden Wochen werden sie jeweils einen Nachmittag in der Woche mit den Betreuern arbeiten.

„Die Hauptpersonen sind heute die Jungen“, begrüßte Uwe Paulsen, Prokurist des Unternehmens Anton Meyer, die Gäste. Denn „sie sind die kommenden, angehenden Fachkräfte der Unternehmen, die jetzt stark umworben werden“, so Paulsen weiter.

Der Ausbilder Andre van den Bosch betreut die Schüler Nick Siebert, Noah Soumah, Nico Kolb, Simon Witte und Norik Pretzel in dem Projekt. Für die Schule soll ein Blumenkübel aus Beton entstehen. Außerdem wird sich jeder Schüler eine Schreibtischlampe mit einem Beton-Fuß fertigen. Ein Exemplar wird auch auf dem Schreibtisch der Schulleiterin Ulrike Arends einen Platz finden – dafür werde er sorgen, versicherte Paulsen.

Thorsten Busch, Geschäftsführer von Rohr- und Metallbau Busch, präsentierte die Pläne von einer farbenfrohen Projektarbeit. Matthew Steffens, Sem Verbokkem Florian Gövert und Steffen Voet bauen mit dem Betreuer Bernhold Woltering eine Relax-Liege. In strahlendem Rot wird sie auf dem Schulhof der Wilhlem-Staehle-Schule stehen. Dieses Modell sei langlebig ausgelegt, so Busch. „Jetzt sind wir gespannt auf die Arbeit und freuen uns auf den Start des Projektes.“

Hans-Georg Kronemeyer stellte seine bewährte Projektarbeit, das thermische Solarmodul, vor. Gemeinsam an der Werkbank bei Kronemeyer sind die Schüler: Max Knötzsch, Thorben Olthoff, Elias Rigas und Dennis Baptista mit ihrem Betreuer Rainer Veltmann. Das Solarmodul ist mobil und „das Wasser wird darin richtig warm“, erklärte Kronemeyer. Zur Menge des Wassers erklärte der Geschäftsführer des Unternehmens schmunzelnd „eine Hamsterdusche ist möglich“.

Renate Beineke, Botschafterin der Generationen-Werkstatt, freute sich über die rege Teilnahme der Eltern zum Projektauftakt. „Die frühe berufliche Orientierung ihrer Kinder sei sehr wichtig, denn sie werden sich schon bald entscheiden müssen, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten.“ Spannend waren die Zahlen, die Beineke berichten konnte: „Die Wilhelm-Staehle-Schule hat seit 2015 mit sechs Unternehmen bereits 18 GW-Projekte mit insgesamt 72 Schülern durchgeführt.“ Beineke bedankte sich bei der Wilhelm-Staehle-Schule und den Unternehmen dafür, dass die Projekte so toll laufen. Das sei zum Wohle der Schüler.

Prokurist Paulsen bestätigte: „Es war bisher eine gute Zusammenarbeit. Ich werde alles daransetzen, dass es dabei bleibt.“ Auch Schulleiterin Ulrike Arends lobte das Projekt und die gute Zusammenarbeit innerhalb der Generationen-Werkstätten. Anfangs sei sie skeptisch gewesen, weil die Gruppen klein seien. Doch inzwischen sei sie „vollkommen überzeugt“ von der individuellen Betreuung der Schüler. „Wir machen begeistert so weiter, Frau Beineke“, sagte Arends.

 

Grafschafter Nachrichten
Freitag, 30. August 2019

Die Oberschule Uelsen startet mit zwei Generationen-Werkstätten. Jeweils vier Schüler werden in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unter Anleitung werden sie thermische Solarmodule und Fußballtore bauen.

 Generationenwerkstatt

Die Generationen-Werkstätten haben neue Mitarbeiter: Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unser Bild zeigt sie zusammen mit ihren Betreuern und Lehrern. Foto: Ursachenstiftung Osnabrück


Uelsen Das Schuljahr hat kaum begonnen, da startet die Oberschule Uelsen gleich wieder mit zwei Generationen-Werkstätten. Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unter fachkundiger Anleitung werden sie thermische Solarmodule und Fußballtore bauen.


„Wir werden in Zukunft viele Fachleute mit handwerklichem Know-how brauchen, denn auf die sind wir Laien angewiesen“, betonte der neue Schulleiter Kai Schmidt beim Auftakt im Unternehmen Kronemeyer. Die Idee der Generationen-Werkstatt, Alt und Jung zusammenzubringen, finde er „total genial“: „Die Jugendlichen haben die Chance, eine ganz besondere Art der Berufsorientierung zu erleben, mit viel Zeit und ohne Druck. Zugleich haben die Unternehmen Gelegenheit, sich ein Bild von den jungen Leuten zu machen.“ Für alle Seiten sei das Projekt ein Gewinn.
Diese Begeisterung für die Generationen-Werkstatt begrüßte Projekt-Botschafterin Renate Beineke von der Ursachenstiftung Osnabrück sehr. Nach dem Abschied von Amtsvorgängerin Marianne Fischer im vergangenen Jahr war nicht klar, ob und wie es mit dem Projekt weitergehen würde. Fischer hatte sich als Schulleiterin von Anfang an für die Generationen-Werkstatt stark gemacht und insgesamt neun Projekte mit verschiedenen Unternehmen durchgeführt. Nachfolger Schmidt und Schulsozialarbeiter Andreas Schoo traten also ein gewichtiges Erbe an.


An einem Nachmittag pro Woche werden Thijs Meijerink, Jan Veddeler, Fabian Flohe und Nico Peters bei Kronemeyer unter fachkundiger Anleitung von Ausbildungsleiter Berend Lucas und Betreuer Rainer Veldmann thermische Solarmodule bauen, die sie nach Projektende mit nach Hause nehmen dürfen. „Daran kann man alle wichtigen Techniken zeigen: Biegen, Kanten, Pressen, Löten und Lackieren“, erläuterte Veldmann.
Kronemeyer setzt schon seit Langem auf das Projekt Generationen-Werkstatt, um Nachwuchs fürs eigene Unternehmen zu gewinnen. Viermal haben ehemalige Teilnehmer bereits Ausbildungsverträge beim Sanitär- und Heizungsunternehmen unterzeichnet.


Dieses Glück hatte Peters Stahlbau bislang noch nicht. Aber womöglich klappe es ja diesmal, bemerkte Ausbildungsleiterin Karina Wolf bei der Auftaktveranstaltung mit den Schülern, ihren Eltern und Klassenlehrern. Die vier Schüler Eike Reurik, Luka Kaske, Laurenz Leloux und René Lichtenberg werden zusammen mit Betreuer Johann Grobbe kleine Fußballtore bauen, die die Jungen am Ende behalten dürfen.


Mit diesen beiden Projekten setze die Grafschaft Bentheim ihre Vorreiterrolle bei der Generationen-Werkstatt fort, betonte Beineke. Mit 31 Projekten seit 2015, zehn Unternehmen und vier Schulen sei die Region sehr gut aufgestellt. Bereits 120 Schüler erhielten von der Ursachenstiftung ein Zertifikat, das sie bei einer späteren Bewerbung vorlegen können.

Grafschafter Nachrichten
Donnerstag, 20. Juni 2019

Acht Schüler der Edith-Stein-Realschule und der Hauptschule in Emlichheim haben mit dem Projekt „GenerationenWerkstätten“ Einblicke in das künftige Berufsleben gewonnen.

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Stolz präsentieren die acht Schüler das von ihnen in der "GenerationenWerkstatt" gebaute Spielhaus und die vier thermischen Solarmodule. Foto H. Lindwehr

 

Von Hermann Lindwehr

Neugnadenfeld Mit den Erfahrungen, die sie beim Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer aus Uelsen und dem Bauunternehmen Büter aus Ringe sammelten, können sie sich bereits sehr früh beruflich orientieren.

Die Schüler stellten auf dem Gelände der Kita an der Schwedenstraße ihre Werke vor. Bürgermeister Albert Stegeman begrüßte die Vertreter der Firmen, die Schüler und deren Eltern. Er stellte heraus: „Wir konnten vor Ort sehen, was der Begriff „GenerationenWerkstätten“ bedeutet: Schüler und Profis haben hier ein schönes Spielhaus aus Mauer- und Fachwerk mit Ziegeldach gebaut.“

Stegeman dankte den Schülern und der Firma Büter und Kronemeyer für die kostenlose Bereitstellung von Personal und Material sowie die Bereitschaft, sich einem solchen Projekt zu widmen. „Dies verdient höchste Anerkennung, denn in der heutigen Zeit muss man neue Wege gehen, um den Mut und die Motivation zu wecken. So kann man dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenwirken“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Ringe.

Renate Beineke, Projekt-Botschafterin der Ursachenstiftung Osnabrück und Koordinatorin der Vorhaben, erklärte: „Die „GenerationenWerkstatt“ ist ein Projekt, dass die Jugend begeistern soll. Die Schüler als kommende Generation und die Betriebe als erfahrene Generation stehen dabei im Mittelpunkt. Die Schulen vor Ort sind Partner der Unternehmen. Eine kleine Gruppe von Schülern von 12 bis 15 Jahren besucht freiwillig in einen Zeitraum von zehn Wochen an einem Nachmittag in der Woche für mehrere Stunden die teilnehmenden Unternehmen in der Region.“

Dita Büter, Bauleiter Jörg Lambers und Betreuer Gerhard Detert präsentierten mit Tom Rosemann, Mathis Janssen, Luca Nykamp und Colin Eggengoor das von Februar bis Juni gebaute Spielhaus. Büter lobte die Verantwortlichen und Schüler, die für die Kita etwas sehr Schönes geschafft hätten.

Hans-Georg Kronemeyer und Ausbildungsleiter Berend Lucas stellten mit den Schülern Marcel Karterbarg, Kylian Schoemaker, Jonas Robbert und Mika Wortmeyer ihre selbst gefertigten Solarmodule vor. Kronemeyer meinte, dass es den Schülern viel Spaß gemacht habe, die Module zu fertigen.

Albert Stegemann überreichte zusammen mit den Verantwortlichen die Zertifikate für die Bewerbungsmappen an die acht Jungen. Er zeigte sich begeisterte über da Projekt: „Wir sind in der Grafschaft immer wieder durch Aktionen und Projekte wie diese so erfolgreich. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit, weil wir einfach anpacken. So gehen wir auch das Problem Fachkräftemangel an.“