Grafschafter Nachrichten

Donnerstag, 19. November 2020

Uelsen Heinz Damm aus Uelsen geht nach 48 Jahren und drei Monaten in den Ruhestand. Er hat dieses lange Berufsleben in einer einzigen Firma verbracht, der Firma Kronemeyer in Uelsen.

„Nach dem Besuch der Realschule hatte ich schon eine Zusage eines anderen Betriebes im Nachbarort, hörte dann aber von der Firma Kronemeyer und habe mich da beworben, weil damit der Weg zur Arbeit - mit dem Fahrrad - viel kürzer war. Schon im Bewerbungsgespräch bekam ich eine Zusage und bin gleich ein paar Tage später angefangen“, berichtet Damm von dem Start in sein Berufsleben. Bei Kronemeyer hat er den Beruf des Bürokaufmanns in einem Handwerksunternehmen der Sanitär-Heizungs-Branche erlernt. Gerne hätte er nach der Ausbildung noch studieren oder eine andere Fortbildung machen wollen. Das war aber aufgrund der familiären Situation nicht möglich. Der Umgang mit Menschen liegt Heinz Damm sehr. So kam er in die Beratung und den Verkauf und hat die Bauvorhaben der Kunden betreut und zum Wachstum des Unternehmens beigetragen. „Das nötige technische Wissen haben mir meine Kollegen mitgegeben“, erzählt Damm im Gespräch.

In einer der Corona-Pandemie angepassten, kleinen Verabschiedung bedankte sich sein Chef Hans-Georg Kronemeyer für die jahrzehntelange, ausgezeichnete und angenehme Zusammenarbeit bei seinem langjährigen Mitarbeiter. Bei nächster Gelegenheit soll der Abschied aus dem Berufsleben im passenden Rahmen nachgeholt werden.

chef hans georg kronemeyer bedankt sich bei heinz damm fuer 606269

Chef Hans-Georg Kronemeyer bedankt sich bei Heinz Damm für die langjährige Zusammenarbeit. Foto: privat
 

Grafschafter Nachrichten

Dienstag, 14. September 2020

Uelsen In den kommenden Wochen werden insgesamt zwölf Schüler der Oberschule Uelsen erstmals Werkstatt-Luft schnuppern: Im Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer dürfen sie unter fachkundiger Anleitung thermische Solarmodule bauen, bei Stahlbau Peters werden sie eine Verbindungstreppe für den Heimathof Itterbeck konstruieren und im Landtechnikunternehmen Engbers Söhne soll eine Lichtanlage entstehen.

Normalerweise findet der Auftakt zu einer neuen „GenerationenWerkstatt“ in einem der beteiligten Unternehmen statt. Schüler, Eltern, Lehrer, Betreuer und andere Gäste sind dazu eingeladen, sich näher kennen zu lernen und etwas über die geplanten Projekte zu erfahren. Corona-bedingt musste der Auftakt diesmal wesentlich kleiner ausfallen: In der Mensa der Oberschule Uelsen fanden die Projektpartner genug Platz für alle Beteiligten, wobei die Eltern diesmal nicht dabei sein durften, um die maximale Teilnehmerzahl nicht zu überschreiten.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder mit der GenerationenWerkstatt durchstarten können“, betonte Schulleiter Kai Schmidt. „Gerade auch vor dem Hintergrund, dass durch Corona die von langer Hand geplanten Betriebspraktika entfallen mussten.“ Das GenerationenWerkstatt-Projekt zur Berufsorientierung im Handwerk sei bei den Schülern mittlerweile sehr beliebt. „Es gibt immer mehr aktive Anfragen von Schülern. Unsere Warteliste für das kommende Jahr ist bereits voll.“

Kreatives Handwerk

In einer GenerationenWerkstatt lernt eine kleine Gruppe von drei bis maximal fünf Schülern ein Handwerksunternehmen aus der Umgebung ganz genau kennen. Etwa acht bis zehn Wochen lang, einmal pro Woche, am Nachmittag besuchen die Schüler das Unternehmen und arbeiten mit einem erfahrenen Betreuer an einem eigens für sie erdachten Projekt. „Die Teilnehmer dürfen etwas bauen und dabei auch selbst kreativ werden“, erklärte Projekt-Botschafterin Renate Beineke von der Ursachenstiftung in Osnabrück. Das und die intensive persönliche Betreuung im Betrieb seien die wesentlichen Erfolgsfaktoren des Projekts, das allein in der Grafschaft Bentheim bereits von zwölf verschiedenen Unternehmen angeboten wird.

In diesem Jahr ist das traditionsreiche Unternehmen Engbers Söhne mit Hauptsitz in Uelsen neu dabei. Geschäftsführer Martin Schüürmann, Werkstattleiter Jörg Altena und Projektleiter Heinrich Poll, langjähriger Mitarbeiter im Ruhestand, haben sich etwas für die vier Schüler, die zu ihnen kommen, ausgedacht: Sie werden mit Betreuer Heinrich Poll eine Lichtanlage konstruieren. „Nach Fertigstellung werde ich einige Fehler einbauen, die von den Schülern dann gefunden und behoben werden sollen“, kündigte Poll an.

Die Vierergruppe bei Peters Stahlbau wird eine Verbindungstreppe zwischen zwei Gebäuden auf dem Heimathof in Itterbeck fertigen. Ausbildungsleiterin Karina Wolf, Werkstattleiter Christian Jans und Betreuer Johann Grobbe stellten das Projekt anhand einer Skizze vor. „Diese Stahltreppe baut ihr für die Ewigkeit. Da könnt ihr in fünfzig Jahren noch mit euren Enkeln dran vorbeifahren“, erklärte Grobbe den Jungen.

Das Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer aus Uelsen startet in diesem Herbst bereits zum sechsten Mal eine GenerationenWerkstatt und gehört damit schon zu den „alten Hasen“. „Wir haben schon mehrere Auszubildende durch das Projekt für uns gewinnen können“, berichtete Ausbildungsleiter Berend Lucas am Rande der Auftaktveranstaltung. Wie gewohnt wird das Kronemeyer-Team thermische Solarmodule bauen, die die Schüler am Ende mit nach Hause nehmen dürfen. „Daran kann man alle wichtigen Techniken zeigen: Biegen, Kanten, Pressen, Löten und Lackieren“, erläuterte Gruppenbetreuer Rainer Veldmann. Außerdem werden sie in diesem Jahr zusätzlich Digitalanzeigen für die Module bauen.

Beim Abschluss im November, den die Firma Engbers Söhne ausrichten wird, können hoffentlich die Eltern der Schüler wieder mit dabei sein, bekundete Projekt-Botschafterin Beineke. Erfahrungsgemäß sei es ganz wichtig, auch die Eltern einzubeziehen, ihnen die Betriebe und die beruflichen Möglichkeiten für ihre Kinder vorzustellen. „Die Einstellung der Eltern spielt für die jungen Leute eine große Rolle, wenn es um eine Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsplatz geht.“

schueler betreuer lehrer und weitere projektbeteiligte bei 586716

Schüler, Betreuer, Lehrer und weitere Projektbeteiligte bei der Auftaktveranstaltung auf dem Schulhof der Oberschule. Foto: privat
 

Grafschafter Nachrichten

Dienstag, 02. Juni 2020

Clever investieren in eine neue Heizung

 

NORDHORN Corona und seine Folgen zwingt aktuell viele Menschen in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Hausbesitzer haben jetzt viel Zeit, den Keller aufzuräumen oder im Garten zu arbeiten. Ebenso sinnvoll ist es, sich Gedanken über eine neue Heizungsanlage zu machen. Sie spart Energie und ist gut fürs Klima. Denn Heizungen ab einem Alter von 15 Jahren entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. "Clevere Hauseigentümer, die jetzt den Heizungstausch planen und einen Handwerkertermin vereinbaren, können von den deutlich gestiegenen Fördermitteln profitieren, die Energiekosten künftig senken und damit auch etwas Positives für die Umwelt tun", rät Helmut Bramann,Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).Weiter Infos gibt es unter www.wasserwaermeluft.de

Heizungsfachmann berät zum Thema Fördermittel

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurden die Fördermöglichkeiten für das Heizen mit erneuerbaren Energien erhöht. Vor Beantragung solcher Mittel (www.bafa.de) sollte man sich vom SHK-Innungshandwerker alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Förderungen erklären lassen. Er kennt sich aus, entsprechende Arbeiten können auch in Zeiten von Corona sicher und geschützt ausgeführt werden. "Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurde", mahnt Helmut Bramann. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage wird mit jeweils 35 Prozent gefördert. Für eine Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung gibt es einen Zuschuss von 30 Prozent. Für eine Hybridheizung mit erneuerbaren Energien beträgt die Förderung 35 Prozent, und der Einbau einer Gas-Hybridheizung wird nur im Gebäudebestand mit 30 Prozent unterstützt. Ölheizungen sind weiterhin erlaubt, vorweg genannte, die Effizienz verbessernde Komponenten mit erneuerbaren Energien werden gefördert.

Klimapaket des Bundes zeigt Wirkung

Die neuen Fördermöglichkeiten zeigen Wirkung: Fast jeder achte Hauseigentümer möchte einer Kantar-Umfrage im Auftrag des ZVSHK zufolge seine Heizungsanlage in den nächsten zwei Jahren erneuern. 63 Prozent der Modernisierungswilligen nannten die Einbindung erneuerbarer Energien und die CO2-Reduzierung als ausschlaggebenden Grund. Dennoch ist in Sachen Modernisierung von Heizungen noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn 58 Prozent der Hauseigentümer erklärten, ihr Heizungssystem sei nicht alt genug, um es modernisieren zu lassen. "Eine völlige Fehleinschätzung", sagt Helmut Bramann. Tatsächlich arbeite derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und unter Einbindung erneuerbarer Energien.                                                                                                 djd

ZVSHK Heizung Pumpencheck
Alle für die Durchführung einer Modernisierungsmaßnahme notwendigen Arbeiten werden mit dem jeweiligen attraktiven Fördersatz bezuschusst,                                                                   Foto: djd/ZVSHK