Grafschafter Nachrichten
Montag, 19. Februar 2018

Lokale Unternehmen starten mit der Oberschule Uelsen ins Projekt "Generationenwerkstatt"

  Generationenwerkstatt 2

Alle Beteiligten des Projekts „Generationenwerkstatt“: Schüler, Unternehmer, Betreuer, Schulleitung und Stiftung. Foto: Stephan Konjer

 

gn UELSEN. 15 Schüler der Oberschule Uelsen haben einen Platz in einer von vier angebotenen „Generationenwerkstätten“ ergattern können. Mehr als doppelt so viele hatten sich dafür gemeldet. Die ausgewählten Teilnehmer haben in der vergangenen Woche bei Kronemeyer Sanitär-Heizung-Fliesen in Uelsen, im Autohaus Peters in Itterbeck, bei Peters Stahlbau in Itterbeck und bei Wigger Innenausbau in Wilsum schon einmal Werkstattluft schnuppern können.

Beim ersten Zusammentreffen waren auch die Eltern der Jungen dabei, was allen Projektbeteiligten ein wichtiges Anliegen ist. „Wir wollen die Eltern mit einbeziehen und ihnen zeigen, welche Möglichkeiten es für ihre Kinder im Handwerk gibt“,
betonte Renate Beineke, Projekt-Botschafterin der Ursachenstiftung. „Das sind tolle Jungs“, so der erste Eindruck des Geschäftsführers Hans-Georg Kronemeyer. Er nahm sich beim ersten Termin persönlich Zeit für eine kurze Führung durchs Unternehmen.

Doch mit dem Zuschauen soll ab der nächsten Woche Schluss sein. Dann werden die vier Schüler, jeder für sich, ein thermisches Solarmodul bauen. „Es ist uns ganz wichtig, dass die Schüler am Ende eines Projektes ein greifbares Ergebnis präsentieren können. Das macht sie sehr stolz und wirkt nachhaltig,“ erläuterte Beineke. Im Projekt können die Schüler praktische Erfahrungen sammeln, wie sie ihnen die Schule nicht bieten könne. Die jungen Teilnehmer sehen letztlich klarer, was sie beruflich einmal machen möchten und was nicht.

Im Autohaus Peters fällt das greifbare Ergebnis ziemlich groß aus: Unter fachkundiger Anleitung von Kfz-Mechaniker und Berufsschullehrer a.D. Gerd Schulten werden vier Schüler an einem 190er Mercedes (Baujahr 1989) schrauben, um den Oldtimer wieder fit für den TÜV zu machen. „An den alten Autos kann man noch richtig was zeigen“, bemerkte Betreuer Schulten, der zeitgleich auch noch ein weiteres „Generationenwerkstatt“- Projekt mit Schülern der Wilhelm-Staehle-Schule im Autohaus Olthoff betreut.

Eine besondere Überraschung erwartete die Vertreter der beiden Firmen Peters Stahlbau und Wigger Innenausbau beim offiziellen Projektauftakt in der Schule: Mit ihren parallelen Startterminen am 9. Februar um Punkt 14 Uhr teilen sie sich den Titel „100. Generationenwerkstatt“- Projekt. Mehr als 400 Schüler insgesamt haben bisher an dem seit 2014 angebotenen Projekt teilgenommen, so Beineke. „Es sind bereits viele Ausbildungsverträge daraus entstanden. Wie viele genau, evaluieren wir gerade.“ Auch die beiden Jubiläumsfirmen, die beide schon zum zweiten Mal mitmachen, haben sich interessante Projekte für ihre Schüler überlegt: Bei Peters Stahlbau soll jeder Schüler ein eigenes kleines Fußballtor bauen, und
bei Wigger Innenausbau wird jeder einen kleinen Schrank tischlern.

Am 17. Mai sollen die fertigen Werkstücke und das rundüberholte Auto dann bei einem gemeinsamen Abschlusstermin in der Oberschule Uelsen auch den Eltern präsentiert werden, kündigte Schulleiterin Marianne Fischer an: „Wir sind gespannt,
wie die Jungs sich machen."


Grafschafter Nachrichten
Montag, 18. Dezember 2017

Firma Kronemeyer ist neuer Partner

Realschule Emlichheim

Besiegelten den Kooperationsvertrag in der Edith-Stein-Realschule (sitzend, von links): Michael Paetzel, Daniela Kösters, Hans-Georg Kronemeyer, Rüdiger Kopplin und Jutta Lübbert sowie (stehend von links) Holger Breukelman, Katrin Witten und Berend Lucas. Foto: Lindwehr

 

EMLICHHEIM. Die Edith-Stein-Realschule Emlichheim hat den sechsten Kooperationsvertrag mit einem Grafschafter Unternehmen geschlossen. Schulleiter Rüdiger Kopplin, der Geschäftsführer der Firma Kronemeyer, Hans-Georg Kronemeyer, Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters, sowie Vertreter der Kreisverwaltung und Wirtschaftsvereinigung unterzeichneten den Vertrag.

Rüdiger Kopplin zitierte während des Festaktes in der Realschule den zweiten Paragrafen des Niedersächsischen Schulgesetzes. Darin steht unter anderem geschrieben, dass die Schüler lernen sollen, sich auch im Berufsleben zu behaupten. Kopplin zweifelte daran, dass Schule diesen Bildungsauftrag allein erfüllen könne. „Die wenigsten Lehrkräfte haben – bevor sie ihre Lehrtätigkeit aufnehmen – weitergehende Erfahrungen in der freien Wirtschaft sammeln können. Von daher gesehen fehlt ihnen häufig eine ganz wesentliche Voraussetzung – nämlich die berufliche praktische Erfahrung. Abgesehen davon können Schulen nicht das nötige Equipment vorhalten.“ Es sei zwingend erforderlich, sich ganz pragmatisch Unterstützer und deren Möglichkeiten in die Schulen zu holen. Wenn es dann auch noch Unternehmen gebe, die von sich aus auf die Schulen zu gehen, um sie in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Schüler sinnvoll auf das Berufsleben vorzubereiten, dann könne diese Symbiose nur von Vorteil für alle Beteiligten sein. Kopplin betonte: „Deshalb freut es mich ganz besonders, heute Hans-Georg Kronemeyer aus Uelsen und seinen Betriebsleiter Berend Lucas begrüßen zu können.“

Rüdiger Kopplin stellte heraus, dass die Edith-Stein-Realschule mit dem Unternehmen Kronemeyer einen kompetenten und verlässlichen Partner gefunden habe. Das Unternehmen werde der Schule hilfreich zur Seite stehen, wenn es um das weite Feld „Berufsorientierung, Berufsfindung und Berufsausbildung“ gehe. „Bereits im Februar 2010 hat die Edith-Stein-Realschule die ersten Kooperationsverträge mit Firmen aus dieser Region unter Mitwirkung der Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim abgeschlossen“, erklärte Kopplin. Hans-Georg Kronemeyer bezeichnete die Kooperation mit der Schule als „Win-Win-Situation“ für beide Seiten. In seinem Unternehmer seien in 50 Jahren über 200 junge Menschen ausgebildet worden. Heute sei Betriebsleiter Berend Lucas für die Ausbildung zuständig, berichtete Kronemeyer, der sich auf die Zusammenarbeit freute und erklärte: „Inzwischen sind die Bewerberzahlen für einen Ausbildungsplatz im Handwerk deutlich zurückgegangen. Mit der Schule können wir sicher einiges zusammen machen. Hier sind erst einmal die Praktika, die wir sehr sinnvoll gestalten, damit wir und die Praktikanten gute Erfahrungen sammeln können. Dafür haben wir eigens eine Ausbildungswerkstatt gebaut.“ Einig waren sich alle Beteiligten bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages in Emlichheim, dass die Partnerschaft mit der Edith-Stein-Realschule große Vorteile für Schüler, Lehrer und das Unternehmen bringe.

Grafschafter Nachrichten
Samstag, 05. August 2016

Niklas Boch