Grafschafter Nachrichten
Donnerstag, 20. Juni 2019

Acht Schüler der Edith-Stein-Realschule und der Hauptschule in Emlichheim haben mit dem Projekt „GenerationenWerkstätten“ Einblicke in das künftige Berufsleben gewonnen.

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Stolz präsentieren die acht Schüler das von ihnen in der "GenerationenWerkstatt" gebaute Spielhaus und die vier thermischen Solarmodule. Foto H. Lindwehr

 

Von Hermann Lindwehr

Neugnadenfeld Mit den Erfahrungen, die sie beim Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer aus Uelsen und dem Bauunternehmen Büter aus Ringe sammelten, können sie sich bereits sehr früh beruflich orientieren.

Die Schüler stellten auf dem Gelände der Kita an der Schwedenstraße ihre Werke vor. Bürgermeister Albert Stegeman begrüßte die Vertreter der Firmen, die Schüler und deren Eltern. Er stellte heraus: „Wir konnten vor Ort sehen, was der Begriff „GenerationenWerkstätten“ bedeutet: Schüler und Profis haben hier ein schönes Spielhaus aus Mauer- und Fachwerk mit Ziegeldach gebaut.“

Stegeman dankte den Schülern und der Firma Büter und Kronemeyer für die kostenlose Bereitstellung von Personal und Material sowie die Bereitschaft, sich einem solchen Projekt zu widmen. „Dies verdient höchste Anerkennung, denn in der heutigen Zeit muss man neue Wege gehen, um den Mut und die Motivation zu wecken. So kann man dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenwirken“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Ringe.

Renate Beineke, Projekt-Botschafterin der Ursachenstiftung Osnabrück und Koordinatorin der Vorhaben, erklärte: „Die „GenerationenWerkstatt“ ist ein Projekt, dass die Jugend begeistern soll. Die Schüler als kommende Generation und die Betriebe als erfahrene Generation stehen dabei im Mittelpunkt. Die Schulen vor Ort sind Partner der Unternehmen. Eine kleine Gruppe von Schülern von 12 bis 15 Jahren besucht freiwillig in einen Zeitraum von zehn Wochen an einem Nachmittag in der Woche für mehrere Stunden die teilnehmenden Unternehmen in der Region.“

Dita Büter, Bauleiter Jörg Lambers und Betreuer Gerhard Detert präsentierten mit Tom Rosemann, Mathis Janssen, Luca Nykamp und Colin Eggengoor das von Februar bis Juni gebaute Spielhaus. Büter lobte die Verantwortlichen und Schüler, die für die Kita etwas sehr Schönes geschafft hätten.

Hans-Georg Kronemeyer und Ausbildungsleiter Berend Lucas stellten mit den Schülern Marcel Karterbarg, Kylian Schoemaker, Jonas Robbert und Mika Wortmeyer ihre selbst gefertigten Solarmodule vor. Kronemeyer meinte, dass es den Schülern viel Spaß gemacht habe, die Module zu fertigen.

Albert Stegemann überreichte zusammen mit den Verantwortlichen die Zertifikate für die Bewerbungsmappen an die acht Jungen. Er zeigte sich begeisterte über da Projekt: „Wir sind in der Grafschaft immer wieder durch Aktionen und Projekte wie diese so erfolgreich. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit, weil wir einfach anpacken. So gehen wir auch das Problem Fachkräftemangel an.“

 

Grafschafter Nachrichten
Donnerstag, 21. März 2019

Das Kronemeyer-Team installiert alle neue Technologien / Umfassende Beratung

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Anlässlich des 50-jährigen Jubiläum stellten sich die Mitarbeiter der Firma Kronemeyer für ein Gruppenfoto auf. Foto: J. Lüken

 

UELSEN In kaum einem anderen Handwerk ist die technische Entwicklung so rasant fortgeschritten wie bei den Sanitär- und Heizungstechnikern. Die Vorschriften zum Beispiel der Energieeinsparverordnung haben ständige wandelnde und neue Technologien zur Folge. Die Mitarbeiter beherrschen diese und können den Kunden mit seinen Bedürfnissen umfassend beraten. Diesbezüglich ist das große Team der Kronemeyer GmbH Heizung, Sanitär, Fliesen an der Ziegeleistraße 4 in Uelsen sehr gut aufgestellt. Der Service-Gedanke wird in allen Abteilungen gelebt.

Für Geschäftsführer Hans-Georg Kronemeyer ist der Kundendienst der Zweig, der den Service schon im Namen trägt. Probleme der Kunden im Kleinen wie im Großen werden, so schnell es geht behoben. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hält das Fachunternehmen ein sehr großes Ersatzteillager vor, um in möglichst kurzer Zeit alle defekten Teile aus dem Bereich Sanitär und Heizung auszutauschen. „Jede Heizung wird noch am gleichen Tag repariert, damit es in der Wohnung des Kunden wieder warm ist“, erklärt Hans-Georg Kronemeyer. Eine umfassende Beratung des Kunden zu den Möglichkeiten des Energiesparens beispielsweise beim Austausch einer Handbrause oder einer Armatur gehört im Hause Kronemeyer selbstverständlich dazu.

Auch im Bereich Heizung bietet die Firma Kronemeyer eine Beratung zu allen aktuellen Technologien von der Wärmepumpe über Gaskessel, Blockheizkraftwerke bis zu Solaranlagen oder Pelletöfen sowie den Holzkessel für die Landwirtschaft. Hans-Georg Kronemeyer ist von der Kompetenz seiner Mitarbeiter überzeugt: „Das können wir und wir bleiben dran.“

Wer sein Badezimmer erstmals oder komplett neu gestalten will, kann mit den Badplanern seine eigenen Vorstellungen umsetzen. Dazu gehört ein Besuch eines Kronemeyer-Mitarbeiters beim Kunden, wo die Maße genommen werden. In der Ausstellung folgt die Wahl der Materialien. Oberflächen und Armaturen vor Ort berühren zu können, verschafft den Kunden einen realistischeren Eindruck. Alle Ideen werden in einen 3-D-Plan umgewandelt, um das neue Badezimmer möglichst anschaulich zu präsentieren. Mindestens einen Vorschlag erhalten die Interessenten, der sich natürlich nach dem vorgegebenen Budget richtet. Eine Mitarbeiterin nimmt aktuell an einer Fortbildung zur Badmanagerin teil, um die Interessenten bei der Gestaltung ihrer Badezimmer noch besser beraten zu können.

Ähnlich ist es beim Thema Heizungssysteme. Wärmepumpen, deren Bedeutung immer wichtiger wird, sind zu sehen und im Betrieb zu erleben. Solarthermie findet immer mehr Nutzer. In der Funktionsausstellung gibt es anschauliche Informationen zur Klimatechnik, die in dieser Form in der Grafschaft einmalig sein dürfte.

Mit mehr als 100 Mitarbeitern ist Kronemeyer ein Betrieb, der in der Grafschaft und auch weit über die Grenzen der Grafschaft hinaus aktiv ist. Einige Mitarbeiter sind ständig bei Objekten im Rhein-Ruhr-Bereich im Einsatz. Dies bringt den Vorteil, dass sie von der Arbeit an Projekten in größeren Dimensionen zusätzliches Know-how mit in den Betrieb bringen, wovon letztlich alle Kunden profitieren. Die Vielzahl der Mitarbeiter lässt überdies eine intensivere Spezialisierung des Personals zu, was das Fachwissen im Unternehmen insgesamt erhöht, wovon am Ende der Endverbraucher profitiert. Entsprechend bietet Kronemeyer die Gewerke Sanitär, Heizung, Fliesen, Elektro und Klimatechnik an. Immer breiteren Raum nimmt das Thema Trinkwasserhygiene ein. Im Bedarfsfall wird Notdienst geleistet.

Am Samstag, 23. März, bietet die Firma Kronemeyer von 9 bis 13 Uhr ein Info-Frühstück an, bei dem es unter anderem Informationen zur kreativen Badgestaltung, zu Duschwannen mit Zargen und Luftwärmepumpen gibt.

Grafschafter Nachrichten
Montag, 04. März 2019

Projekt „Generationen-Werkstatt“ bindet Jugend der Real- und Hauptschule Emlichheim mit ein

Firma Kronemeyer aus Uelsen startet in diesem Frühjahr bereits zum fünften Mal eine „Generationen-Werkstatt“. Das Bauunternehmen Büter aus Ringe ist zum ersten Mal dabei.

Generationenwerkstatt 2019

Teamfoto mit großen und kleinen „Baumeistern“, darunter die acht Schüler der Real- und Hauptschule Emlichheim. Foto: Bruns

 

UELSEN/EMLICHHEIM

Jeweils vier Schüler der Real- und Hauptschule in Emlichheim werden unter fachkundiger Anleitung ein Spielhäuschen für die Kindertagesstätte in Ringe-Neugnadenfeld sowie thermische Solarmodule bauen. „Das Schöne an unserer Arbeit ist, dass man am Ende etwas fertig hat, das man ansehen und anfassen kann“, erklärt Gerrit Büter, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens, den Schülern beim Projektauftakt. Auch für ihn sei es nach vielen Jahren im Baugeschäft immer noch ein schönes Gefühl, an einem Gebäude vorbeizufahren, das von seinem Team errichtet wurde. Für sein erstes „Generationen-Werkstatt“-Projekt hat sich Büter zusammen mit Bauleiter Jörg Lambers und Betreuer Gerhard Detert etwas Großes vorgenommen: Die vier Schüler Mathis Janssen, Colin Eggengoor, Luca Nykamp und Tom Rosemann dürfen im Projekt gleich ein ganzes Haus bauen, wenn auch nur eines mit gut fünf Quadratmetern Grundfläche. Für die Kindertagesstätte in Neugnadenfeld werden die Jungen ein Spielhäuschen mauern, verputzen und fertigstellen. „Das wird schon eine Herausforderung für die Jungs“, so Detert. „Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt, werden wir die Arbeiten sicher bis Mitte Juni abschließen können.“ Bei der Abschlussveranstaltung der beiden Projekte soll das Spielhäuschen dann offiziell an die Kindertagesstätte in Ringe-Neugnadenfeld übergeben werden.

Schon drei Azubis gewonnen

Das Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronemeyer ist im Gegensatz zu Büter schon ein „alter Hase“ beim Projekt „Generationen-Werkstatt“. Bereits zum fünften Mal macht die Firma aus Uelsen mit. Und das aus gutem Grund: „Wir haben bereits drei Auszubildende durch das Projekt für uns gewinnen können“, berichtete Ausbildungsleiter Berend Lucas am Rande der Auftaktveranstaltung. Zusammen mit Betreuer Rainer Veldmann führte Lucas die vier Teilnehmer Marcel Karterbarg, Jonas Robbert, Kylian Schoemaker und Mika Wortmeyer durch die Werkstatt, zeigte ihnen ihren Arbeitsplatz und übergab ihnen ihre Handwerker-Outfits mitsamt Sicherheitsschuhen. Einmal wöchentlich werden sie zusammen mit ihrem Betreuer thermische Solarmodule bauen, die sie am Ende des Projekts mit nach Hause nehmen dürfen. „Daran kann man alle wichtigen Techniken zeigen: Biegen, Kanten, Pressen, Löten und Lackieren“, erläuterte Veldmann. In der Schule haben sie gar keine Werbung für das Projekt machen müssen, erklärten die beiden Schulleiter der Haupt- und Realschule in Emlichheim, Holger Hans und Holger Breukelmann, einstimmig. Zu ihrer Überraschung hätten sich die Schüler aus dem achten Jahrgang freiwillig für das Projekt gemeldet, sodass die verfügbaren Plätze in beiden Unternehmen schnell vergeben waren. „Die Schüler haben hier die Chance, kompetente Betriebe kennenzulernen, die ihnen eine Zukunft bieten“, so Breukelmann. Sie könnten im Projekt sowohl auf praktischer wie auch auf sozialer Ebene viel lernen.

Frühe berufliche Orientierung

Das Projekt „Generationen-Werkstatt“ wurde 2014 von der Ursachenstiftung in Osnabrück ins Leben gerufen. Botschafterin Renate Beineke, die zum Auftakt in Uelsen angereist war, freute sich besonders über die zahlreiche Teilnahme der Eltern. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Eltern so intensiv mit der beruflichen Orientierung ihrer Kinder beschäftigen.“ Ziel des Projekts sei es, auch ihnen zu zeigen, welche Möglichkeiten es für ihre Kinder im Handwerk gebe. Insgesamt hat die Ursachenstiftung bisher 145 „Generationen-Werkstatt“-Projekte mit knapp 80 Unternehmen, 40 Schulen und zirka 600 Schülern im gesamten Kammerbezirk der Handwerkskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim und darüber hinaus.